Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif mit Wärmepumpe?

Für einen größeren Haushalt mit steuerbarer Wärmepumpe spricht die eigene Rechnung eher für einen dynamischen Tarif. Ein Beispielhaushalt mit 11.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch, davon 4.500 Kilowattstunden gezielt in günstige Stunden verschoben, kommt in der Auswertung echter Börsenpreise vom 1. Oktober 2025 bis 30. August 2026 (332 Tage, Datenstand 1. September 2026) je nach angenommenem Anbieteraufschlag auf ein Plus von 619 bis 729 Euro gegenüber einem Festpreistarif. Vorausgesetzt ist eine Wärmepumpe, die sich tatsächlich zeitlich steuern lässt, per Smart-Grid-Schnittstelle oder von Hand.

Der eigene Fall im Rechner

Der Rechner übernimmt dieses Beispiel vorausgefüllt, samt Regler für den Anbieteraufschlag. Im Modell verteilt sich die verschobene Menge auf die fünf günstigsten Viertelstunden jedes Tages, im Mittel 3,631 ct/kWh über den gesamten Auswertungszeitraum. Wer die eigenen Verbrauchs- und Verschiebungszahlen kennt, trägt sie direkt ein und sieht das Ergebnis für den eigenen Haushalt.

Warum der Winter die Rechnung schwerer macht

Eine Wärmepumpe heizt am meisten genau dann, wenn Strom im Mittel teurer ist. In derselben Auswertung liegen die vier günstigsten Viertelstunden eines Tages im November 2025 im Mittel bei 6,51 ct/kWh und im Januar 2026 bei 8,10 ct/kWh, während sie im April 2026 im Mittel bei minus 2,56 ct/kWh lagen. Wer im Winter heizt, trifft die teuersten Monate für die günstigen Fenster, im Sommer bringt eine Wärmepumpe dagegen kaum Verbrauch, den sie überhaupt verschieben könnte. Der Jahreswert oben mittelt über beide Extreme.

Was das Ergebnis noch verschiebt

Wie stark sich das Ergebnis am Ende dreht, hängt auch von der monatlichen Grundgebühr des Anbieters ab, die in dieser Rechnung mit 15,00 Euro angesetzt ist. Bundesweit steht sie nirgends fest, weil sie postleitzahlabhängige Netz- und Messstellengebühren enthält. Woraus sich der Wert zusammensetzt, steht auf der Startseite unter den Annahmen. Mehr zu den Grenzen dieser Rechnung auf der Seite zu den Nachteilen und auf der Autorenseite, wo die Rechnung im Detail steht.